{"id":2177,"date":"2019-07-11T11:31:04","date_gmt":"2019-07-11T11:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kirchnerhaus.com\/?post_type=avada_portfolio&#038;p=2177"},"modified":"2019-07-12T08:50:14","modified_gmt":"2019-07-12T08:50:14","slug":"tafel-1","status":"publish","type":"avada_portfolio","link":"https:\/\/www.kirchnerhaus.com\/index.php\/portfolio-items\/tafel-1\/","title":{"rendered":"Tafel 1"},"content":{"rendered":"<h3>Das Angebot eines Kirchner-Nachlasses<\/h3>\n<p>Ernst Ludwig Kirchner starb am 15. Juni 1938, Erna Schilling-Kirchner am 4. Oktober 1945. Im selben Monat wurde das Wildbodenhaus mit Kirchners nachgelassenen Kunstwerken von den Schweizer Beh\u00f6rden abgeschlossen. Am 4. Dezember 1945 wurde die Sperre des Nachlasses verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Eberhard W. Kornfeld, Bern, hat \u00fcber den Weg von Ernst Ludwig Kirchners Nachlass geforscht und das Ergebnis 2017 in zwei Brosch\u00fcren in seinem Verlag herausgegeben<sup>1<\/sup>. Danach nimmt im April 1946 Christian Anton Laely im Auftrag eines Notars den zeichnerischen und druckgrafischen Nachlass auf und fertigt ein Verzeichnis an. Nach Kornfelds Nachforschungen zweigt Kirchners letzter Sch\u00fcler bei dieser Gelegenheit eine unbekannte Anzahl von Werken auf Papier ab, offenbar in der Absicht, sie in Deutschland zu verkaufen, entgegen einem Verbot der Alliierten. Er erfindet das Industriellen-Ehepaar Gervais, Z\u00fcrich-Lyon und die \u00bbSociety of Creative Intellectuals\u00ab, Davos. Unter diesem Namen erh\u00e4lt die Stadt Aschaffenburg 1946 das Angebot eines \u00bbKirchner-Nachlasses\u00ab.<\/p>\n<p>Am 14. Februar 1947 bedankt sich Oberb\u00fcrgermeister Dr. Vinzenz Schwind bei den \u00bbsehr geehrten Herren\u00ab f\u00fcr \u00bbdas hochwillkommene Angebot\u2026\u00ab und lehnt es begr\u00fcndet ab. Eberhard W. Kornfeld hat den Wortlaut des Briefes zitiert. Er war adressiert an<\/p>\n<p>Academie Internationale<br \/>\nInternational Society of<br \/>\nCreative Intellectials (sic!)<\/p>\n<p>mit der damals \u00fcblichen anonymen Anrede: \u201esehr geehrte Herren\u201c<sup>2<\/sup>.<\/p>\n<p>Mehr konnte \u00fcber dieses Angebot nicht herausgefunden werden. Es nicht bekannt welcher Teil des Nachlasses angeboten wurde noch ein Preis. Eine sp\u00e4ter genannte Versicherungssumme von 100 000 Sfr. beruht auf einer falschen Information (Kirchner-Symposium Davos und Frauenkirch 11. \u2013 17. 9. 1988 bzw. \u00bbMain-Echo\u00ab vom 25. 3. 1989).<\/p>\n<hr \/>\n<p><small><sup>1<\/sup>\u00a0Eberhard W. Kornfeld, Die Geschichte des Nachlasses von Ernst Ludwig Kirchner ab 1938 bis heute, Bern, Juni 2017, S. 12. Ebd. Die Sammlung von hochwertigern Papierarbeiten von Ernst Ludwig Kirchner des Industriellen-Ehepaars Gervais, Z\u00fcrich-Lyon. Ein Phantom, Bern, Juni 2017. Beide Schriften befinden sich in der Bibliothek des Kirchner<strong>HAUS<\/strong>-Vereins.<br \/>\n<sup>2<\/sup>\u00a0Dr. Sandra-Kristin Diefenthaler, Staatsgalerie Stuttgart, Auskunft am 04. 02. 2019. In \u00bbErnst Ludwig Kirchner, die unbekannte Sammlung, Ausstellung in der Staatgalerie Stuttgart, Katalog S. 64, nennt Diefenthaler das Datum 4. Februar 1947 und best\u00e4tigt es par Mail im Februar 2019 noch einmal.<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Angebot eines Kirchner-Nachlasses Ernst Ludwig Kirchner starb am 15. Juni 1938, Erna Schilling-Kirchner am 4. Oktober 1945. Im selben Monat wurde das Wildbodenhaus mit Kirchners nachgelassenen Kunstwerken von den Schweizer Beh\u00f6rden abgeschlossen. Am 4. Dezember 1945 wurde die Sperre des Nachlasses verf\u00fcgt. Eberhard W. 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