{"id":2194,"date":"2019-07-11T12:36:01","date_gmt":"2019-07-11T12:36:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kirchnerhaus.com\/?post_type=avada_portfolio&#038;p=2194"},"modified":"2019-07-12T08:27:29","modified_gmt":"2019-07-12T08:27:29","slug":"tafel-7","status":"publish","type":"avada_portfolio","link":"https:\/\/www.kirchnerhaus.com\/index.php\/portfolio-items\/tafel-7\/","title":{"rendered":"Tafel 7"},"content":{"rendered":"<h3>Korrespondenzen 1948<br \/>\nWalter Kirchners mit Frankfurter Kunstkabinett und Kulturamt Aschaffenburg<\/h3>\n<p>Auf dieser Tafel sind einige Schriftst\u00fccke aus der Korrespondenz Walter Kirchners, des Bruders Ernst Ludwig Kirchners, wiedergegeben und zwar mit Frau Hanna Bekker vom Rath, der Galeristin des Frankfurter Kunstkabinetts und dem Kulturamt Aschaffenburg. Dabei sind hervorzuheben:<\/p>\n<p><strong>9. Februar<\/strong>, Brief Walter Kirchners an Hanna Bekker vom Rath. Er weist darauf hin, dass sein Bruder 1,80 gro\u00df und schlank war. Er beklagt, dass in Frankfurt nur f\u00fcnf Bl\u00e4tter aus seiner Sammlung gezeigt werden konnten und will mehr \u00fcber die \u00bbSammlung Hagemann\u00ab erfahren<sup>1<\/sup>. Walter Kirchner plant in Berlin eine Ged\u00e4chtnisausstellung f\u00fcr seinen Bruder.<\/p>\n<p><strong>11. Februar<\/strong>, Telegramm. Walter Kirchner stimmt dem Verkauf des Blattes K 166 zu. Es handelt sich um das Motiv Badende Frauen zwischen wei\u00dfen Steinen. Als Gegenleistung sollten drei CARE-Pakete geliefert werden. Das waren von der CARE-Organisation in den USA zusammengestellte Pakete zur Linderung der Not im Nachkriegsdeutschland. Sie konnten gegen Devisen in Auftrag gegeben werden. Vom Inhalt eines Pakets sollte eine Familie sich einen Monat lang ern\u00e4hren k\u00f6nnen. 1948 betrug der Preis f\u00fcr ein CARE-Paket 53,32 CFR.<\/p>\n<p><strong>2. M\u00e4rz<\/strong>, Heiner Ruths nimmt im Frankfurter Kunstkabinett 34 Grafik-Bl\u00e4tter von Ernst Ludwig Kirchner in Empfang. Links sind die Nummern genannt, nach denen Walter Kirchner seinen Bestand geordnet hatte. Es folgen Titel und Technik, zuletzt eine Richtzahl, die der Bewertung der Bl\u00e4tter diente. F\u00fcr den Verkauf an das Frankfurter Kunstkabinett war die Zahl mit dem Faktor 10 zu multiplizieren. In roter Farbe durchgestrichene Zahlen bedeuten, dass der Titel unverk\u00e4uflich ist. Dazu geh\u00f6rt wieder Blatt K 166, Badende Frauen zwischen wei\u00dfen Steinen.<\/p>\n<p>10. April, das Frankfurter Kunstkabinett hat drei Kirchner-Grafiken verkauft:<\/p>\n<p>K 029 M\u00e4dchenakt, Richtzahl 85 x 10 = RM 850,\u2013<br \/>\nK 098 Weiblicher Akt, Richtzahl 60 x 10 = RM 600,\u2013<br \/>\nK 123 T\u00e4nzerin Palucca, Richtzahl 120 x 10 = RM 1200,\u2013<\/p>\n<p>Walter Kirchner hatte eine Liste seiner Grafik-Bl\u00e4tter angelegt. Nach der \u00dcbergabeliste f\u00fcr Aschaffenburg vom 2. M\u00e4rz musste sie mehr als 338 Bl\u00e4tter umfasst haben. Weder die Registerfolge noch die Bewertung nach Richtzahl folgen einem erkennbaren Schema.<\/p>\n<p>Zu Walter Kirchners Best\u00e4tigungsstempel (nicht auf Tafel 7)<\/p>\n<p>Bei G\u00fcnther Gercken, einem der Standardwerke zur Kirchner-Graphik, findet sich im Vorspann der B\u00e4nde ein Verzeichnis von Nachlassstempeln, darunter auch der Best\u00e4tigungsstempel des Bruders Walter Kirchner mit folgendem Text: \u00bbDiese Graphik Katalog K Nr. 100 ist eine Originalarbeit meines Bruders Ernst Ludwig Kirchner. Dipl. Ing. Walter Kirchner, Berlin-Gr\u00fcnau, den 22. August 1947\u00ab<sup>2<\/sup>.<\/p>\n<p>Unsere Kabinett-Ausstellung zeigt als einziges Original die Lithographie \u00bbM\u00e4dchen mit Hut\u00ab. Dieses Blatt stellte uns ein Sammler (Privatsammlung Deutschland) leihweise zur Verf\u00fcgung. Mit Zustimmung des Leihgebers wurde am 29. April von einer Restauratorin der Rahmen der Lithographie ge\u00f6ffnet und festgestellt, dass das \u00bbM\u00e4dchen mit Hut\u00ab auf der R\u00fcckseite unten links den Best\u00e4tigungsstempel Walter Kirchners tr\u00e4gt mit folgendem Text:<\/p>\n<p><em>Diese Graphik Katalog K Nr. 109 ist eine Originalarbeit meines Bruders Ernst<\/em><br \/>\n<em>Ludwig Kirchner. Dipl. Ing. Walter Kirchner, Berlin-Gr\u00fcnau, 1. 1. 1948\u00ab.<\/em><\/p>\n<p>Der Stempel auf der R\u00fcckseite beweist, dass diese Lithographie in der Kirchner- Ausstellung 1948 gezeigt wurde. Zusammen mit den anderen 33 Bl\u00e4ttern der Aschaffenburger Ausstellung ging sie dann zur Galerie Dr. Werner Rusche in K\u00f6ln, wo sie im Juli 1948 vermutlich ausgestellt wurde. Welche Kirchner-Grafiken Rusche verkaufte, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Das Historische Archiv der Stadt K\u00f6ln bewahrt au\u00dfer der auf dieser Tafel gezeigten Postkarte keine Archivalien \u00fcber diese Ausstellung.<\/p>\n<hr \/>\n<p><small>1, Dr. Carl Hagemann (1867-1940) lebte zu dieser Zeit nicht mehr. Lt. Wikipedia gingen die Graphik und die Zeichnungen seiner Sammlung als Geschenk an das St\u00e4del, Frankfurt. Aus der \u00bbSammlung Hagemann\u00ab hatte das Frankfurter Kunstkabinett 42 Bl\u00e4tter ausgestellt, wie ein Faltblatt zu dieser Ausstellung zeigt (Institut f\u00fcr Stadtgeschichte, Frankfurt Sign. W1-69\/111).<br \/>\n2, Walter Kirchners Katalog seiner Graphikbl\u00e4tter von E. L. Kirchner konnte nicht nachgewiesen werden. Im \u00dcbergabeprotokoll vom 2. 3. 1948 an die Kulturliga (Tafel 7) wird \u00bb350, Frauenakt\u00ab, als h\u00f6chste Ziffer genannt. Welche Graphik sich hinter \u00bbKatalog Nr. K 100\u00ab verbirgt, ist unbekannt.<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Korrespondenzen 1948 Walter Kirchners mit Frankfurter Kunstkabinett und Kulturamt Aschaffenburg Auf dieser Tafel sind einige Schriftst\u00fccke aus der Korrespondenz Walter Kirchners, des Bruders Ernst Ludwig Kirchners, wiedergegeben und zwar mit Frau Hanna Bekker vom Rath, der Galeristin des Frankfurter Kunstkabinetts und dem Kulturamt Aschaffenburg. Dabei sind hervorzuheben: 9. 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