Jahresprogramm 2026
07.03 – 14.06.2026
BLICK. FANG. MODERNE
Menschenbilder zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit
Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit wandelte sich das Menschenbild grundlegend. Kunstschaffende wie Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel suchten nach existenzieller Wahrheit in expressiven Formen, während Christian Schad oder Otto Dix ihre Mitmenschen mit scharfer Nüchternheit porträtierten. Zwischen subjektivem Ausdruck und präziser Analyse entstand ein vielfältiges Spektrum an Bildnissen, das innere Spannungen wie gesellschaftliche Umbrüche sichtbar macht. Die ausgestellten Werke zeigen eindrucksvoll, wie radikal die Kunst in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts den Menschen neu befragte.
Ernst Ludwig Kirchner, Bildnis David Müller, 1919, Holzschnitt, Privatsammlung Unterfranken © Foto: Jessica Eschenbach
03.07 – 16.08.2026
Ernst Ludwig Kirchner Reloaded
Gunter-Ullrich-Preis für Kunstpädagogik 2026
Das KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg zeigt die besten Arbeiten des von der Gunter Ullrich Stiftung Aschaffenburg ausgelobten Gunter Ullrich-Preises für Kunstpädagogik 2026. Unter dem Motto „Ernst Ludwig Kirchner Reloaded“ setzten sich Schüler*innen und ihre Lehrkräfte kreativ mit Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt auseinander. Die Ausstellung zeigt frische Perspektiven auf Kirchner – ergänzt durch Arbeiten des Kulturpreisträgers der Stadt Aschaffenburg Gunter Ullrich, der selbst zeitlebens mit dessen Kunst im Dialog stand.
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Gunter Ullrich, Schloss Johannisburg mit Willigisbrücke, 1966, Linolschnitt, Museen der Stadt Aschaffenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg
12.09.2026 – 10.01.2027
EXPRESSIONISMUS IN DAVOS
Ernst Ludwig Kirchner und Philipp Bauknecht
1919 begegneten sich Ernst Ludwig Kirchner und Philipp Bauknecht erstmals in Davos. Beide hatten den Ort in den Schweizer Alpen aus gesundheitlichen Gründen als Wohnsitz gewählt. Sie traten in einen künstlerischen Austausch und schätzten die Arbeiten des jeweils anderen. Beide malten expressionistisch: kräftige Farben, vereinfachte Formen – doch ihre Ergebnisse könnten kaum unterschiedlicher sein. Kirchners Werke strahlen kantige Dynamik und existenzielle Spannung aus, Bauknechts Bilder dagegen ruhige, farbpoetische Harmonie. Die Ausstellung zeigt, wie derselbe Ausdruckswille zu völlig verschiedenen Bildwelten führen kann.
Philipp Bauknecht, Waldarbeiter, 1926, Öl auf Leinwand, Courtesy Galerie Iris Wazzau © Foto: Galerie Iris Wazzau
KirchnerHAUS MUSEUM
Aschaffenburg
Museum
25.10.2025 bis 08.02.2026
GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE
Künstlerinnen der Moderne
7,00 EUR | 4,00 EUR ermäßigt
Kinder bis 15 Jahren und Mitglieder des
KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V. haben freien Eintritt
Montag: Geschlossen
Dienstag – Samstag: 14:00 – 17:00
Sonntag: 11:00 – 17:00
Offene Führung durch die Ausstellung : „GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE – Künstlerinnen der Moderne“. Preis 5,00 EUR zzgl. Eintritt.
„Ich hatte mir fest vorgenommen, Künstlerin zu werden. Und ich war trotzig.“
Szenische Lesung aus Briefen und Tagebucheinträgen mit dem 12 Stufen Theater
Die Künstlerinnen der Moderne haben nicht nur durch ihre Werke Spuren hinterlassen, sondern auch in Briefen und Tagebüchern ihre Gedanken, Hoffnungen und Kämpfe festgehalten. In einer szenischen Lesung werden diese eindrucksvollen Zeugnisse lebendig und eröffnen ein bewegendes Panorama zwischen künstlerischer Leidenschaft, gesellschaftlichen Widerständen und persönlichem Alltag.
Der Eintritt ist frei.
Aschaffenburger Kulturtage









